Schadow

Der Maler Friedrich Wilhelm von Schadow war Mitbegründer der Düsseldorfer Malerschule. Er wurde 1788 in Berlin geboren und lebte bis 1862. Sein naturtreuer Malstil war stark koloristisch.

Leben

Als Sohn des bekannten Bildhauers Johann Gottfried Schadow erhielt Friedrich Wilhelm von Schadow durch seinen Vater schon früh Zeichenunterricht. An der Akademie der Künste wurde er dann ausgebildet von Karl Wilhelm Wach und Friedrich Georg Weitsch. 1810 schloss er sein Studium ab. Nach seiner Studienzeit ging Schadow zusammen mit seinem Bruder nach Italien und über den Bildhauer Bertel Thorvaldsen lernte er Caroline von Humboldt und ihren Künstlerkreis kennen. Besonders interessierten ihn die Nazarenern Peter von Cornelius, Philipp Veit , Friedrich Overbeck und Karl Wilhelm Wach. 1913 war diese Gruppe von Künstlern unter dem Namen Lukasbund aktiv. Friedrich Wilhelm von Schadow konvertierte durch den Kontakt zu Friedrich Overbeck vom evangelischen Glauben zum katholischen. Zu dieser Zeit malte er hauptsächlich Monumentalbilder religiösen Inhalts in einem Stil, der akademisch-klassizistisch war. Seine dogmatische Interpretation in Fragen des religiösen Glaubens war im Grunde gleichbedeutend mit dem mittelalterlichen Ideal, zu dem die Einheit von Kunst, Religion und Nation gehörte. Von 1816 bis 1818 schmückte Schadow mit seinen Künstlerfreunden die Villa Bartholdy aus. Durch den Einfluss von Karl Friedrich Schinkel ging Schadow zurück nach Berlin und lehrte bis 1826 an der Berliner Kunstakademie.

Werke

Friedrich Wilhelm von Schadows vom König unterstütztes Atelier, das er von 1822 bis 1825 leitete, gab er auf, als er 1826 Direktor der Düsseldorfer Kunstakademie wurde. Nach „Wilhelm Meister“ von Johann Wolfgang von Goethe schuf er 1928 das Frühwerk „Mignon“, mit dem er große Aufmerksamkeit auf sich zog. Wie auch mit dem 1827 enstandenen „Christus unter den Pharisäern“ als Teil des Christus-Zyklus des Naumburger Doms. Seinen Malstil entwickelte Schadow in Bezug zu den alten Meistern des Quattrocento und der altdeutschen und altniederländischen Malerei. Er war vor allem auch ein geschätzter Porträtmaler. Schadows als Feinmalerei benannte künstlerische Arbeit war nach klarem Bildaufbau streng gezeichnet und mit glattem Farbauftrag. Bis ins Details wurde genau und idealisiert dargestellt. Er bevorzugte die Abbildung monumentaler Einzelgestalten.

Sein letztes bemerkenswertes Werk war zwischen 1850 und 1854 das Triptychon „Himmel, Fegfeuer und Hölle“, zu dem er durch Dantes „Göttlicher Komödie“ inspiriert wurde.

Heute

Friedrich Wilhelm von Schadow setzte sich für die Qualität künstlerischer Ausbildung ein und veröffentlichte 1828 Didaktisches unter dem Titel „Gedanken über eine folgerichtige Ausbildung des Malers“. Er war auch Reformator der akademischen Ausbildung. 1859 musste Schadow schließlich aus gesundheitlichen Gründen seine Ämter niederlegen.

Wo liegt die Schadowstraße in Essen?

 

Bildquelle: Pixabay-User PeterDargatz
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