Realismus (1830-1880)

Der Realismus entwickelte sich zwischen 1850 und 1900 nahezu in ganz Europa und Nordamerika.

Den Künstlern war es zu dieser Zeit wichtig die  sichtbaren Dinge so darzustellen, wie sie es in Wirklichkeit sind. Ohne jegliche Verschönerungen. Sie wollten keinerlei Regeln folgen, um ihre Bildnisse zu fertigen. Selbst die Hässlichkeit der Welt wurden von ihnen realitätsgetreu gezeichnet.

Der Realismus zeigte keinen einheitlichen Stil aus, sondern war gekennzeichnet durch die fortschrittliche Form, die nicht zwingend Detailgenauigkeit fordert, sondern eine Verknappung von Wirklichkeit als Ziel hatte. Die Wahrnehmung der Realität sollte vertieft werden, um die sichtbare Wirklichkeit darzulegen. Es sollte keine „perfektere“ Welt mehr geschaffen werden und die Menschen sollten daran erinnert werden, wie ihre gegenwärtige Welt aussah.

Der französische Maler schrieb Gustave Courbet (1819-1877) schrieb 1861 in einem Brief folgendes:

„Ich halte dafür, dass die Malerei ihrem Wesen nach eine konkrete Kunst ist und einzig in der Darstellung der wirklichen und vorhandenen Dinge bestehen kann. Sie ist eine ganz und gar körperliche Sprache, die sich anstelle von Worten aus allen sichtbaren Dingen zusammensetzt; ein abstraktes, nicht sichtbares, nicht vorhandenes Ding hat im Bereich der Malerei nichts zu suchen.“

https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/kunst/artikel/realismus

Innerhalb des Realismus werden alle soziale Gruppen dargestellt.

Die „einfachen“ Menschen, wie Bauern, Arbeiter, Bürger und als Provokation auch Prostituierte wurden dargestellt. Die bäuerliche- und industrielle Arbeit, sowie die industrielle Revolution wurden thematisiert. Die alltäglichen Lebenssituationen wurden zu dieser Zeit darstellungswürdig.

Die Kritik am Realismus bestand darin, dass Dichter, wie Friedrich Schiller behaupteten, dass die Phantasie fehle.
Alles hatte seine klaren Linien und der damalige Alltag wurde gnadenlos realistisch dargestellt. Somit beschrieb die Kunst keine Sehnsüchte oder Zeichen der Liebe mehr.

Maler, die dem Realismus zugehörig waren und dessen Merkmale deutlich in ihren Werken erkennbar sind, sind:

Bildquelle: Pixabay-User Francoisnikoff
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